Obwohl es das Bauhaus gerade einmal 14 Jahre lang gab, hat es die Moderne geprägt wie kaum eine anderer Stil. Dieses Jahr wird 100 Jahre Bauhaus gefeiert, deshalb blicken wir kurz auf die Besonderheit des Bauhaus zurück und zeigen, wo man heute noch die echten Bauhaus Designs kaufen kann.

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100 Jahre Bauhaus

wo man die design ikonen heute noch kaufen kann

Kunst und Volk sollen eine Einheit bilden – das war einer der großen Sätze von Bauhaus-Gründer Walter Gropius. Vor 100 Jahren war das etwas ganz Neues, denn Kunst war nur ein paar wenigen (vor allem Reichen) vorbehalten. Daran erkennt man auch, dass das Bauhaus nicht als „Stil“ gedacht war, sondern viel mehr als Wertegemeinschaft mit einer zentralen Idee: Die Einheit.

Dass das Bauhaus heute als Stil wahrgenommen wird, liegt vor allem daran, dass Produkte des Bauhaus schon kurz nach seiner Schließung durch die Nazis auf Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt wurden und die Ausstellung beispielsweise im New Yorker Museum of Modern Arts den Titel „International Style“ trug.

Um die Kunst auch den einfachen Menschen zugänglich zu machen, legte Walter Gropius die Weimarer Akademie und die Kunstgewerbeschule zusam-men. Künstler und Handwerker sollten zusammenarbeiten und Produkte er-schaffen, die ihren Zweck angemessen erfüllen, langlebig, preiswert und schön sind. Darüber kann man aber streiten, denn praktisch, bequem und vor allem preiswert sind viele Produkte nicht – Aber sie sehen schön aus!

Um die Kunst auch den einfachen Menschen zugänglich zu machen, legte Walter Gropius die Weimarer Akademie und die Kunstgewerbeschule zusammen. Künstler und Handwerker sollten zusammenarbeiten und Produkte erschaffen, die ihren Zweck angemessen erfüllen, langlebig, preiswert und schön sind. Darüber kann man aber streiten, denn praktisch, bequem und vor allem preiswert sind viele Produkte nicht – Aber sie sehen schön aus!

Während bei anderen Schulen und Universitäten die Werke vor allem mit den Professoren und Dozenten verbunden werden, kennt man beim Bauhaus vor allem die Namen der Studenten. Der Marcel Breuer Stuhl, die Mies van der Rohe Häuser, der Marianne Brandt Aschenbecher, die Wagenfeld Leuchte oder die Max Bill Uhren.

Möbelhersteller wie Thonet produzierten die Bauhaus-Entwürfe schon in den 1920er Jahren in Serie, andere wie Tectra oder Knoll brachten die Entwürfe erst einige Jahre danach in Serie. Das ist aber auch der Grund dafür, dass die Original-Designs auch heute noch produziert werden und zu kaufen sind – meist jedoch zu einem Preis, der nicht viel mit dem Bauhaus-Grundsatz der Bezahlbarkeit zu tun hat.

Wer beispielsweise einen echten Marcel Breuer D4 Klappstuhl haben möchte, muss für eine werkgetreue Reedition schnell mal um die 1.000 Euro hinlegen – oder sich auf Ebay nach gebrauchten umsehen.

Da die Bauhaus-Produkte aber so simpel in ihrer Erscheinung sind, werden die Designs seit Jahrzehnten immer wieder abgekupfert. Zu jedem der Klassiker findet man unzählige günstige Imitate. Da muss dann jeder selbst entscheiden, ob er sein Geld nicht doch lieber für ein Original sparen will.

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100 Years of Bauhaus

Although Bauhaus existed for just 14 years, it has shaped modernity like no other style. This year, Bauhaus is 100 years old, so we briefly look back to the peculiarity of Bauhaus and show where you can still buy the real Bauhaus designs today.

Art and people should form a unity – this was one of the great phrases of Bauhaus founder Walter Gropius. 100 years ago that was something completely new, because art was only reserved for a few (especially the rich). This also shows that the Bauhaus was not intended as a “style”, but much more as a community of values with a central idea: unity.

The fact that Bauhaus is perceived as a style today is mainly due to the fact that Bauhaus products were shown at exhibitions all over the world shortly after its closure by the Nazis and the exhibition, for example, in the New York Museum of Modern Arts was named “International Style “.

In order to make art accessible to ordinary people, Walter Gropius put together the Weimar Academy and the School of Applied Arts. Artists and craftsmen should work together to create products that are fit for purpose, durable, inexpensive and beautiful. But you can argue about that, because many products are not practical, comfortable and, above all, inexpensive. But they look pretty!

While in other schools and universities, the works are mainly associated with their professors and lecturers, one knows the names of the students at Bauhaus. The Marcel Breuer chair, the Mies van der Rohe houses, the Marianne Brandt ashtray, the Wagenfeld lamp or the Max Bill watches.

Furniture manufacturers like Thonet already produced the Bauhaus designs in series in the 1920s, while others such as Tectra and Knoll did not produce the designs until several years later.
But that’s also the reason why the original designs are still being produced today and can be bought – usually at a price that does not have much to do with the Bauhaus principle of affordability.

For example, if you want to have a real Marcel Breuer D4 folding chair, you need to pay 1,000 euros for a faithful reedition – or look for used ones on Ebay.

But as Bauhaus products are so simple in appearance, the designs have been copied over and over again for decades. For each of the iconic products you will find countless cheap imitations. Then everyone has to decide for himself whether he would rather save his money for an original.

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