DKMS Helden Gesucht – Reichweite verpflichtet

18/02/2018

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#livingwiththelins

Helden

gesucht

Wer Reichweite hat,
hat auch Verantwortung.

Und ich habe mir in diesem Jahr vor-genommen, diese Reichweite zur Abwechslung mal für etwas „Sinnvolles“ zu nutzen.
Damit meine ich nicht auf Freunde hinweisen, die Start-Ups gegründet haben oder für ihre Masterarbeit Umfrageteilnehmer benötigen, Freundesfreunde, die an einem Foto-wettbewerb teilnehmen und deshalb „Gefällt mir Angaben“ brauchen oder wildfremde Menschen, die in München verzweifelt eine Wohnung suchen. Es erreichen uns teilweise absurde Anfragen.

Menschen müssen verstehen, dass wir nicht das schwarze Brett einer Uni sind oder eine Litfaßsäule, die man ständig neu plakatieren kann. Was ich auf meinem privaten Facebook-Profil gut und gerne teile, um einem Freund einen Gefallen zu tun, teile ich nicht unbedingt mit meinen Lesern. Ja – Wir haben eine Reichweite, die wir uns langsam und mit viel Arbeit aufgebaut haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir sie für alles und jeden hergeben.
Wir missbrauchen das Vertrauen unserer Leserschaft nicht und schon gar nicht mit Dingen, die wir selbst als lästig empfinden. Manchmal ist es schwierig. Manchmal tut es mir auch Leid.
Aber wo fängt das an und wann hört es auf?

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Natürlich ändert sich diese Sichtweise ganz schlagartig, wenn man plötzlich selbst betroffen ist. Wenn man Hilfe benötigt. Dann würde auch ich meine eigene Reichweite nutzen. Und womöglich würde ich auch darauf hoffen, dass andere es auch tun.

Meine Mutter schrieb mir vor ein paar Tagen, dass eine Schulkameradin meiner kleinen Schwester (8) schwer erkrankt ist. Sie hat MDS, eine lebensbedrohliche Erkrankung des blutbildenden Systems. Sie braucht daher eine Stammzelltransplantation. Das Engagement der anderen Eltern hat mich zu tiefst berührt und wäre nicht Larissa, sondern meine kleine Schwester Marie erkrankt, hätte ich mir so eine Unterstützung auch gewünscht.

Wenn es in der Familie des Erkrankten keinen geeigneten Spender gibt, ruft die DKMS zur Heldensuche aus. Nicht nur für Larissa – sondern auch für viele andere Menschen, die einen Spender brauchen.

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Man weiß ja eigentlich, dass es sehr sehr wichtig ist, sich für solche Sachen (damit meine ich auch Organspenden und so weiter) zu registrieren, schließlich kann man Menschenleben damit retten. Doch obwohl man das weiß, fällt es vielen Menschen trotzdem schwer, diesen letzten Schritt zu gehen und sich tatsächlich zu registrieren. So ging es zumindest uns. Es musste erst jemand in meinem näheren Umfeld erkranken, bis ich mich registriert habe. Darauf bin ich alles andere als stolz, aber jetzt habe ich es ja gemacht. Und weil ich glaube, dass es vielen anderen genau so geht, möchte ich hier schreiben, wie einfach die Registrierung ist.

Spender werden

Online kann man ganz schnell und einfach überprüfen, ob man die Voraussetzungen als potentieller Spender erfüllt (Hier wird übrigens nicht nach der sexuellen Orientierung gefragt wie bspw. bei der Blutspende!) Daraufhin wird einem das Registrierungskit mit Infomaterial, Einverständniserklärung, Typisierungsmaterial und Rückumschlag nach Hause geschickt.

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Man muss also streng genommen nicht einmal das Haus verlassen. Den Wangenabstrich kann man gemütlich von zu Hause machen und lediglich zum Briefkasten muss man anschließend gehen, um die Proben ins Labor zu schicken. Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender außerhalb der eigenen Familie zu finden, ist minimal. Sie liegt bei 1 zu 20.000 bis 1 zu mehreren Millionen. Aus diesem Grund ist es eben so wichtig, dass sich möglichst viele Menschen registrieren lassen.

Wer zusätzlich helfen möchte, kann spenden. Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation und daher auf Geldspenden angewiesen. Auch weil die Registrierung, die du nun hoffentlich gleich beantragst, zwar umsonst ist aber natürlich trotzdem Kosten entstehen.

Bei der DKMS findet ihr viele weitere Informationen über die Organisation und Blutkrebs.
Unter #saveLarissa gibt es mehr über die kleine Stuttgarterin zu lesen und auch alles zur großen Registrierungsaktion im Stuttgarter Gazi-Stadion.

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with great reach there must also come great responsibility

I think Spiderman’s uncle would have said something like that if Spidey was an influencer. I for my part have decided to be more responsible this year. By that I do not mean pointing out to friends who have founded start-ups or who need survey participants for their master thesis, friends of friends who take part in a photo contest and therefore need some „likes“ or strangers who are desperately looking for an apartment in Munich. We get some absurd inquiries.

People need to understand that we are not the bill-board of a university or an advertising pillar that you can constantly placard with new advertising. I do share on my private Facebook profile to do a favor to a friend but I do not necessarily share with my readers. Yes – we have a reach that we have built up slowly and with a lot of work. However, that does not mean that we use it for everything and everyone. We do not abuse the trust of our readers and certainly not with things that we find annoying ourselves. Sometimes it is difficult. Sometimes I’m sorry too. But where does it start and when does it end?

Of course, this view changes abruptly when you are affected yourself. If it is you who needs help. Of course I would use my own range.

My mother wrote to me a few days ago that a schoolmate of my little sister (8) is seriously ill. She has MDS, a life-threatening disease of the hemato-poietic system. She there-fore needs a stem cell transplantation. The invol-vement of the other parents has touched me deeply and if it wasn’t Larissa but my little sister Marie who fell ill I would have liked such a support.

In Germany there is an organization called DKMS that organizes the re-gistration of future stem cell donors and I have just finished my registration.

Wherever in the world you live I can highly recom-mend to check out how the registration works in your country and to just do it. You can save lifes!

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