Kino Tipps für Weihnachten 2017

A Ghost Story
120 BPM
The Killing of Sacred Deer
S.U.M. 1
Manifestum

Natürlich könnt ihr in den nächsten Star Wars Film gehen oder Ben Affleck dabei zusehen, wie er in Justice League als Batman die Welt rettet. Ihr könnt euch auch den nächsten Elyas M’Barek Film anschauen oder Bad Moms 2, aber die Wochen vor und um Weihnachten 2017 haben so viel mehr zu bieten! Wir haben euch fünf Filme ausgesucht, die ihr bisher vielleicht noch nicht auf dem Plan hattet, die ihr aber auf keinen Fall verpassen solltet!

A Ghost Story

Worum geht’s?

Casey Affleck und Rooney Mara spielen das junge Paar C und M. Sie leben in einem Haus in einer abgelegenen Ortschaft. C stirbt bei einem Unfall und ist von nun an als Geist immer an M’s Seite.

Warum anschauen?

Weil die beiden Hauptdarsteller ihre Rollen mit großer Intensität spielen – das ist für Affleck gar nicht so einfach, da er immer von einem großen weißen Tuch bedeckt ist – und Regisseur David Lowery seinen Film ganz einzigartig inszeniert hat. Die Kamera bleibt zum Teil die komplette Szene einfach starr, jeder Moment wird voll ausgekostet, zum Beispiel, wenn M minutenlang einen Kuchen isst oder jemand einfach nur aus dem Fenster schaut. Diese langen, bewegungslosen Szenen transportieren genau jenes Gefühl von Verlust und Trauer, das man sonst so schwer ausdrücken kann. Kein Blockbuster, sondern ein grandios intensiver Film.

Filmstart: 7.12.17

120 BPM

Worum geht’s?

Paris, Anfang der 90er: Die Aktivistengruppe ACT UP will auf die Aids-Problematik aufmerksam machen, die von der Regierung und Gesellschaft noch immer nicht beachtet wird. Sie stürmen guerillaartig in Klassenzimmer, um Kondome zu verteilen und werfen Kunstblut an die Wände von Forschungseinrichtungen, die die Entwicklung neuer Medikamente verschleppen. Nathan stößt zu der Gruppe und verliebt sich in Sean, HIV-positiv und einer der Radikalsten der Aktivisten.

Warum anschauen?

Weil der Film ein Stück – nicht nur französischer – Geschichte behandelt, die teilweise genau so passiert sind und dabei den Zeitgeist der frühen 90er Jahre wunderbar aufnimmt. Und weil Call Me By Your Name in Deutschland erst nächstes Jahr anläuft.

Filmstart: 30.11.17

The Killing Of Sacred Deer

Worum geht’s?

Gefäßchirurg Steven (Colin Farrell) ist so etwas wie die männliche Bree Van de Kamp: Bilderbuchfamilie, erfolgreich im Job und auch sonst ist alles perfekt. Doch sein bester Freund ist ein Teenager aus sozial schwachen Verhältnissen, der sich immer mehr in sein Leben drängt und und die Glückseligkeit der Familie zu zerstören droht.

Warum anschauen?

Weil Regisseur Giorgos Lanthimos und Colin Farrel seit The Lobster das Dreamteam für bizarre Indie-Filme sind und der neue Film ein atmosphärisch dichtes Psychogramm ist, das wahrscheinlich jeder Zuschauer anders interpretiert. Außerdem ist es spannend, dabei zuzusehen, wie sich Colin Farrell vom Mainstream-Action-Star immer mehr zum ernstzunehmenden Schauspieler entwickelt.

Filmstart: 28.12.17

S.U.M. 1

Worum geht’s?

Irgendwann in der Zukunft verstecken sich die Menschen in unterirdischen Bunkersystemen, weil die Welt von außerirdischen Kreaturen erobert wurde. Der junge Militärrekrut S.U.M. 1 (Iwan Rheon) muss von einem Wachturm an der Erdoberfläche aus die letzten Überlebenden beschützen. Die ständige Isolation entwickelt sich für ihn zum Albtraum und so langsam zweifelt er an seinem Verstand.

Warum anschauen?

Entweder ist der Film eine abgefahrene Mischung aus Twelve Monkeys und Moon oder einfach nur extrem trashig. Und weil Iwan Rheon (bekannt als Ramsay Bolton aus GOT und der komische Außenseiter aus Misfits) zuzutrauen ist, dass er einen ganzen Film tragen kann, in dem quasi nur er zu sehen ist.

Filmstart: 7.12.17

Manifesto

Worum geht’s?

Manifesto sind 12 Episoden, die allesamt Manifeste verschiedener Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts behandeln. Von Fluxus über Pop-Art bis hin zu Dogma 95. Der Münchner Film- und Videokünstler Julian Rosefeldt hat die Episoden schon vor 3 Jahren für eine Ausstellung im Australian Centre for Moving Image gedreht, Anfang des Jahres war sie in München. Nun kommt der Film in die Kinos.

Warum anschauen?

Weil Cate Blanchett gleich 13 verschiedenen Charakteren spielt und damit zeigt, wie wandelbar und großartig sie ist.

Filmstart: 23.11.17

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