#Livingwiththelins zweitausendachtzehn

07/01/2018

Das Jahr 2017 hätte schöner enden können. Das Ziel war, meine Bachelorarbeit, die sowohl aus einer 16-teiligen Kollektion und einer wissenschaftlichen Arbeit besteht, bis zum 22.12. fertig zu bekommen. Und zwar so fertig, dass ich sie gedruckt und gebunden in den Händen halte. Um die Feiertage in vollen Zügen zu genießen und dieses Kapitel endgültig abzuschließen versteht sich.

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#LIVINGWITHTHELINS

zweitausendachtzehn

Das Ziel war hochgesteckt aber irgendwie machbar – wenn man weder isst noch schläft. Unsere Wohnung versank endgültig im Chaos und Philipp mutierte vom fürsorglichen Freund zum persönlichen Assistenten, der mich hier und da zum Essen zwingen musste.

Da ich genug Zeit brauchte, um die Kollektion fertig zu nähen, hatten wir für das Kollektionsshooting, die anschließende Bearbeitung und das Layout des Booklets nur drei Tage eingerechnet. Das ist extrem wenig Zeit. Und als wäre es ohnehin nicht alles super knapp, lief am Ende einfach alles schief. Also so richtig klischeehaft. Ein Model verpasst den Zug, der Strom fällt während des Shootings mehrmals aus und die InDesign-Datei war kurz vor Drucktermin plötzlich beschädigt, sodass 15 Stunden Arbeit einfach umsonst waren und ich nochmal von ganz vorne anfangen musste.

Ich erspare euch die Einzelheiten, auch weil ich selbst eigentlich gar keine Lust habe, darüber nachzudenken. Als ich das gute Stück am 22.12 vom Buchbinder abholte, packte ich es nicht mal aus und ließ es erstmal für einige Tage im Auto liegen. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, in diesem Moment, mit Tränen in den Augen, einen Freudentanz aufzuführen. Dafür war ich aber zu müde.

Was zählt ist: Das Ziel wurde erreicht. Und das hätte ich niemals ohne die Hilfe von ganz ganz vielen tollen Menschen geschafft (Danke schon mal an meine großartige Fotografin Julia Sang Ngyuen). Nun ist das schlimmste geschafft. Es folgt noch das Kolloquium und die Abschlussshow aber das ist jetzt nicht so tragisch.

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Für Weihnachten war in meinem Kopf keine Zeit. Dementsprechend überrumpelt war ich, nach zwei Tagen Tiefschlaf, als der ganze Weihnachts-Familientrubel losging. Die Stimmung kam bei mir nicht auf. Da half auch der Geruch von selbstgebackenen Plätzchen nicht – ich wollte einfach nur meine Ruhe.

Der Grinch in mir kam zum Vorschein und blieb über Neujahr. Ich bin also eher so semi-gut ins neue Jahr „gerutscht“.
Verdammt – Ich hatte nicht mal Zeit, mir unrealistische Vorsätze für 2018 zu machen.

Soweit so gut. Es geht wieder bergauf und die erste Woche in meinen eigenen vier Wänden war dann auch wirklich wieder ganz nett. Im Moment überlege ich, ob und wie ich meinen Geburtstag feiern soll. Lust habe ich derzeit keine aber wer weiß, es könnte der letzte Geburtstag in München sein!

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2017 could have ended so much better. I aimed to complete my bachelor thesis consisting of both collection of 16 pieces and a scientific paper until 12/22. When I write complete I mean that I hold the paper bound in my hands. To enjoy the holidays to the fullest and conclude this chapter.

The goal was set high but feasible – if you neither eat nor sleep. Our apartment finally was in chaos and Philipp mutated from a caring boyfriend to my personal assistant who forced me to eat every now and then.

Since I needed enough time to finish the collection we only had three days for the collection shoot, the editing and the layout of the booklet. That is almost no time. And as if everything was not very tight anyway everything just went wrong in the end. Like a cliché. A model missed the train, the electricity fell off several times during the shoot and the InDesign-file was suddenly damaged right before we wanted to let it print so that 15 hours of work was simply wasted and I had to start from scratch again.

I will spare the details because I actually have no desire to think about it. When I picked up the good piece on 12/22 from the bookbinder I did not even look at it but left it in the car for a few days. I was too tired for that.

The only thing that matters is: The goal has been reached. And I would never have done that without the help of very many great people (thank you to my great photographer Julia Sang Ngyuen). Now the worst is done. There will still be the colloquium and the final runway show but that is not so tragic.

There was no time in my mind for Christmas. Accordingly, after two days of deep sleep I was surprised when my family prepared for Chistmas. I just wasn’t in Christmas mood. The smell of home-baked cookies did not help either – I just wanted to calm down.

The grinch in me came out and stayed till New Year. So my start to the New Year was not so spectacular.
Damn it – I did not even have time to make unrealistic 2018 resolutions.

So far so good. It’s getting better and the first week in my own four walls was really nice. At the moment I’m wondering if and how to celebrate my birthday. I do not feel like having any party at the moment but who knows as it could be my last birthday in Munich!

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