THE SANDRINGHAM

19/10/2017

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The Sandringham

A Burberry Love Story

#lifegoal?

Wir setzen uns Ziele, wenn wir jung sind. Groß und stark werden, ein großes Haus mit Garten, den perfekten Partner, Gesundheit, Kinder, Hund. Die meisten unserer Ziele sind immateriell, doch einige von uns setzen sich fernab von Familienglück und Eigenheim noch andere, eher materielle Ziele.

Was für so manch ein junges Mädchen die Chanel Handtasche ist und manch einen jungen BWL Studenten die Rolex, war für mich immer ein Trenchcoat. Ein auf den ersten Blick eher bescheidener Wunsch. Aber es war ein ganz bestimmter Trenchcoat. Einer von Burberry. Dieser oder keiner. Daher trug ich lange gar keinen klassischen Trench, auch wenn ich wusste, dass ich sehr lange warten müsste, bis ich mir meinen Burberry-Trenchcoat leisten könnte.

Ich meine, es war eine Kampagne aus dem Jahr 2006 – fotografiert von Mario Testino; Kate Moss im Mittelpunkt – die mich so sehr in den Bann zog, dass ich mich in den Stil der Marke, die Vermarktung, die Klamotten verliebte. Seit jeher verschlinge ich jede Kampagne, freue mich über jeden Fashion-Film und schmelze dahin, wenn ich die Weihnachtsspecials sehe. Mit der Herbst/Winter Kampagne 2009 mit Emma Watson tapezierte ich damals mein Zimmer und „Burberry Acoustic“ war für mich immer die schönste Verbindung von toller Musik, talentierter Künstler und Mode.

Damals wusste ich noch nicht, dass ich eines Tages etwas mit Mode machen würde – aber jetzt glaube ich tatsächlich, dass die Faszination für Burberry etwas in mir ausgelöst hat. Was mich damals fasziniert hat, war die Konsequenz der Ästhetik. Die Auswahl der Models, das Setting, die Posen, Muster, Stoffe. Eine kühle britische Schlichtheit zieht sich durch alle Kampagnen, die Designs, aber eben auch jene Charaktere, die sie tragen, sind klar im Vordergrund – sie unterstützen sich gegenseitig und das liebe ich.

Ich denke, der ein oder andere von euch kann sich vorstellen, wie frustrierend es ist, eine so ungewöhnliche Zuneigung zu einem Label zu empfinden, das man sich eigentlich nicht leisten kann. Dementsprechend könnt ihr bestimmt nachvollziehen, wie ich mich fühlte, als ich erfuhr, dass eben dieses Label gern mit mir zusammenarbeiten möchte. Als hätten sie es gespürt.

MR.BURBERRY AND THE SANDRINGHAM

Als ich als Markenbotschafter für das Parfum „Mr.Burberry“ in London war, bekam ich ein Trenchcoat-Fitting im wohl schönsten Store des Labels. Während des Fittings entschied ich mich recht schnell für „The Sandringham“ in kurz und schwarz. Die Passform war hier einfach am besten für meinen Körperbau. Er ist zwar Slim Fit geschnitten, dennoch etwas weiter als „The Chelsea“. Als die Entscheidung getroffen wurde, durfte ich mir noch die Farbe für meine Initialen aussuchen – hier entschied ich mich für „Honey“.

Für mich ist der Sandringham mehr als ein nur ein Trenchcoat. Er ist eine Erinnerung – eine Erinnerung an diese unglaubliche Möglichkeit, mit dem Label zu arbeiten, welches ich seit meiner Kindheit liebe und eine Erinnerung daran, dass es sich immer lohnt, für seine Träume zu arbeiten. Egal, wie oft andere oder man selbst an sich zweifelt.

PHOTOS Paul Kohlhausen

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